Zucker soll ja so schlimm wie Cocain sein…hm naja, das lasse ich mal so stehen!

Ich habe mich vor zwei Jahren entschieden dem Zucker auf entspannte Art und Weise zu entsagen.
Und zwar ohne diesen durch diverse Ersatzstoffe wie Ahornsirup, Honig, Agavendicksaft, Xylit, Kokosblütenzucker (da steckt der Übeltäter ja schon im Wort) zu ersetzen.

Ich wollte mich nicht selbst verarschen. Denn ja, das ist leider so: Zucker ist Zucker! Egal, wie er daherkommt. Der eine macht in großen Mengen dick und der andere hat zwar keine Kalorien, lässt aber das Verlangen nach Süßem steigen.

Ich bin (zum Leidwesen meines Umfeldes) in solchen Dingen sehr resolut!
Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, ziehe ich es auch meistens durch. -Ich bin auch nur ein Mensch und meistens schließt immer aus – auch ich habe schwache Momente-

Wenn ich essen gehe, kann ich ein mehrgängiges Menü (und das ist einer dieser entspannten Momente) genießen, ohne dem Kochkollegen im Vorfeld mitzuteilen, dass er doch bitte ohne Zucker und Milchprodukte für mich etwas zaubern soll. Ja, Milchprodukte kommen in meiner Alltagsküche auch nicht vor. Meinen Jungs lasse ich natürlich ihre Milchprodukte und etwas Rohrohrzucker findet sich in meinem Haushalt auch.😉

Aber warum mach ich das?

Das frage ich mich tatsächlich auch manchmal und die Antwort ist: es tut mir gut!

Beim Kochen versuche ich immer süß, sauer, salzig und bitter in Einklang zu bringen. Das mit der Süße habe ich früher mit Hilfe von einem leichten Karamell erzeugt doch mit den richtigen Zutaten gelingt mir das heute ganz gut ohne Zucker.

Ich verwende z. B. bei einem Soßenansatz Zutaten, die schon von Natur aus einen hohen Anteil an Süße haben und verzichte auf Wein, der zu viel Säure in die Soße bringt (und der Kinder wegen). Manchmal reibe ich einen Apfel in die Soße. Vor allem in Tomatensoßen macht sich ein geriebener Apfel viel besser als Zucker. Auch Trauben geben herzhaften Gerichten eine tolle Süße.

Bei meinem geliebten Müsli oder Porridge verwende ich getrocknete und frische Früchte.Müsli Zucker Früchte Nüsse

Und ja, das ist natürlich auch Zucker und ich rate jedem, der von dem Zeug loskommen möchte, am Anfang Trockenfrüchte zu meiden und nur wenig Obst am Tag zu essen. Wir brauchen aber auch etwas Zucker/Kohlenhydrate, damit unser Organismus in Gänze funktioniert!!

Das mit dem Zucker ist ja nun jedem Selber überlassen, doch wenn ich mir die immer dicker werdenden Kinder in unserer Überflussgesellschaft anschaue, hat die Lebensmittelindustrie hier Verantwortung zu übernehmen! Denn in den meisten vorgefertigten Produkten ist Zucker verarbeitet. Mal offensichtlich, doch meisten versteckt im winzig klein Gedrucktem zu lesen.

Bitte lest euch immer die Zutatenlisten durch und wenn es schon Zucker sein muss, achtet auf die Reihenfolge der Zutaten! Steht der Zucker an erster Stelle, ist auch am meisten davon in dem Produkt enthalten!

Es ist gar nicht so schwer auf Zucker zu verzichten. Wenn ihr frisch kocht, euer Müsli selber zusammenstellt und euer Bewusstsein dafür schärft, ist das schon mal ein guter Anfang!

Autor: Sybille Schönberger

22. Mai 2018