Heute Morgen stolpere ich über eine Buchempfehlung: Für immer zuckerfrei!

An so etwas bleibe ich natürlich hängen, mein Hirn fängt schier an durchzudrehen und verbraucht in solchen Augenblicken ne unglaubliche Menge an „Zucker“/ Energie! Ohne diese Energie wäre mein Hirn gar nicht in der Lage bei solchen Aussagen so durchzudrehen.

Zuckerblogs gibt es ja wie Sand am Meer und auch ich habe mich schon mehrfach darüber ausgelassen doch für immer zuckerfrei setzt dem Ganzen die Krone auf.

Ich ernähre mich nun selbst schon seit drei Jahren ohne Industriezucker und süße auch nicht mit anderen diversen Süßungsmitteln (Agavendicksaft, Stevia, Birkenzucker, Kokosblütenzucker, …).

Wenn ich mal Lust auf Süßes habe, verwende ich frisches Obst oder Trockenfrüchte. Und bäm, da sind wir beim Thema. In fast allen Lebensmitteln kommt natürlicher Zucker vor!! Wir können uns gar nicht zuckerfrei ernähren! Das funktioniert nicht. Wobei, das funktioniert schon, nur unser Körper macht da nicht mit und versagt nach einer Weile einfach! Doch auch der völlige Zusammenbruch durch fehlenden Zucker wird uns schwer gemacht!

Wir besitzen tatsächlich ein Zuckerwürfellager oder fachlicher einen Glykogenspeicher. Die Leber speichert Glykogen und gibt diese nach Bedarf ab. Zusätzlich ist unsere Leber in Lage im Notfall Glucose zu produzieren. Es ist für einen gesunden Menschen also ziemlich schwierig unterzuckert zu sein😉

Glukose hat noch eine ganz besondere Eigenschaft! Glukose ist in der Lage, die Blut-Gehirn-Schranke zu durchbrechen. Die Schönberger, was ist das nu wieder? Die Blut-Gehirn-Schranke schützt das Gehirn vor im Blut zirkulierenden Krankheitserregern, Giften und Botenstoffen. Quasi ein extrem guter Filter! Glukose darf diese passieren und versorgt unser Gehirn mit Energie!

Ihr seht, wie wichtig Glukose (Traubenzucker) ist!

Das ist jetzt nicht als Freifahrtschein für den ungebremsten Zuckerkonsum zu verstehen!

Ich will lediglich verdeutlichen, dass die Aussage für immer zuckerfrei völliger Quatsch ist!!

Autor: Sybille Schönberger

17. Dezember 2018

Die meisten von uns streben nach Erfolg und Anerkennung in jeder nur erdenklichen Form.
Dem perfekten Partner für die glückliche und ewig anhaltende Beziehung. Dem perfekten Job mit einem anständigen Gehalt. Einem sorglosen Leben mit all seinen Annehmlichkeiten: Urlaub, Auto, Eigenheim, schicke Uhr, stylische Klamotten, usw.
Bei all der Hetze nach diesen Dingen, die einem (so scheint es zumindest) ein sorgloses Leben garantieren, bleibt das wertvollste Gut auf der Strecke. Gesundheit!
Gesundheit ist das höchste Gut! Sind wir nicht gesund, bringen uns das tollste Haus, das schickste Auto, die teuerste Uhr, die schönsten Schuhe und ja, auch der perfekte Partner nichts!!
Und schwups, bin ich in meinem Element: der Ernährung! Denn nur wenn wir unseren Körper lieben und verstehen, dass nur ein gesunder Körper uns ein langes und erfolgreiches Leben bieten kann, erst dann stehen die vermeintlich wichtigen Dinge an wie eben Erfolg und Anerkennung.
So lange wie wir in der Lage sind 120 % zu leisten, fällt uns ja erstmal gar nicht auf was wir unserem Körper da eigentlich zumuten. Wenn dann die Diagnose folgt: drohender Herzinfarkt, verengte Gefäße und der BMI völlig aus den Fugen gerät, dann macht es vielleicht klick und wir ändern etwas an unserer inneren Einstellung.
Erwiesenermaßen, sind gesunde Menschen mit weniger Hab und Gut glücklicher!
Ja, auch ich habe ein eigenes Auto, lebe in einem Haus und erfreue mich diverser Annehmlichkeiten. Doch habe ich in den letzten Jahren damit angefangen, die Hetze nach mehr Geld für Renovierungen und Anschaffungen die für noch mehr Annehmlichkeiten sorgen infrage zu stellen. Was bringt mir der ganze Schnick Schnack, wenn ich morgen vom Bus überfahren werde, mich der Schlag trifft oder ich eben einfach tot umfalle. (jo, etwas überzogen)
Ich arbeite an mir, mein Glück nicht von Dingen oder Menschen abhängig zu machen, sondern mit mir glücklich und fein zu sein.
Von dem doch etwas esoterisch angehauchten Glücksgedöns wider zurück zu dem höchsten Gut, der Gesundheit!
Ich liebe meine Leben und möchte es so lange wie möglich in vollen Zügen genießen können. Wir haben nur dieses eine Leben!
Durch die Hetze betreiben viele von uns unbemerkt Raubbau an ihrem eigenen Körper. Doch dieser kann nur mithalten, wenn er funktioniert! Da wird mal schnell hier was gegessen schnell da, selten bewusst und mit Genuss. Mal von gesund ganz abgesehen.
Bis vor kurzem fuhr ich noch eine ziemlich geile Karre mir ner Menge PS unter der Haube. In den Tank füllte ich natürlich super plus damit die Karre bloß nicht kaputtgeht. So sollten wir auch unseren Körper betrachten! Egal wie unzufrieden wir manchmal mit seiner äußeren Erscheinung sind, er ist und bleibt eine geile Karre die den besten Sprit verdient (liest sich, als sollten wir ihn mit den teuersten und alkoholischsten Getränken füllen😉 das meine ich natürlich nicht)!

Wir müssen unseren Körper wertschätzen. Ihn pflegen und hegen. Ich meine keine übertriebene Fürsorge ganz nach dem Samthandschuh oder Helikopter Prinzip. Doch ums mal anhand des Grillbeispiels zu erklären: wir können nicht den geilsten und teuersten Grill im Garten stehen habe und ihn mit Fleisch von Tieren aus der Massenhaltung, gequält und verseucht mit diversen Medikamenten bestücken. (Ich vermeide den Begriff minderwertig, denn kein Lebewesen ist mehr oder weniger wert)

Zur eigenen Wertschätzung kommt die Wertschätzung derer Lebensmittel, die wir zu uns nehmen (sollten).
Wir können nicht erwarten, dass unser Körper (die geile Karre) mit schlechten Lebensmitteln (Sprit) lange seinen Dienst tut.

Ich mag den Satz: Du bist, was Du isst! Mehr Worte braucht es eigentlich nicht.

Autor: Sybille Schönberger

30. Oktober 2018

Tatsächlich könnte man meinen, wenn man durch die Supermärkte schlendert, dass morgen schon Weihnachten ist. Seit September stehen die Weihnachtsnaschereien in den Supermarktregalen. Lebkuchen, Spekulatius, Marzipankartoffeln, Adventskalender, Weihnachtstee und Plätzchen im Überfluss! Dazu gesellen sich jetzt Lichterketten, Weihnachtbaumständer, Deko Schnickschnack und Bastelkram. Für alle Weihnachtfreaks ein Schlaraffenland!

Meine Jungs sind jetzt 10 und 12 und sehr selbständig. Weihnachtmann, Christkind und Nikolaus sind raus. Der Weihnachtszauber verfliegt. Schon im letzten Jahr war der von mir liebevoll gebastelte Adventskalender eher uninteressant. Ja, ich hatte den Eindruck, sie waren schon etwas genervt von der Suche nach dem richtigen Tütchen für den Tag. Dann wurde das Tütchen geöffnet und mit einer routinierten Selbstverständlichkeit die Kleinigkeit aus der Tüte genommen und bei Seite gelegt. Das einzige was für etwas Aktion sorgte, war der Furzschleim! Wenn ihr euch einen Gefallen tun möchtet, kauft dieses Zeug nicht! Am Ende hing dieses eklige Zeug überall.

Wenn ich an meine Adventskalender zurückdenke (die meist nur kleine Schokokalender waren oder ich mir mit meinen Schwestern einen teilte), erfreute ich mich tatsächlich an den Motiven dieser einfachen Schokotäfelchen. Sobald alle Täfelchen verputzt waren, wurde das Ding auseinandergenommen und die Plastikform wurde mit Wachs gefüllt und wir hatten kleine Wachstäfelchen mit niedlichen Motiven für den Weihnachtbaum! Heute irgendwie undenkbar.

In diesem Jahr wird es, wenn überhaupt nur einen kleinen Schokokalender geben. Der Weihnachtszauber wird auf ein Minimum reduziert. Ein kleiner Baum (wobei ich diese Massenabholzung auch nicht für gutheiße) wird aufgestellt. Vielleicht werden es auch nur ein paar große Zweige, dann muss kein Baum herhalten. Oder ein Baum im Topf … ich denke nochmal darauf rum.

Noch vor ein paar Jahren konnte es gar nicht genug Weihnachtsdeko im Haus sein. Alle Fenster waren mit wunderschönen Papiersternen geschmückt und vom Nussknacker über jede Menge Engelchen bis hin zur Krippe war alles im Haus zu finden. In diesem Jahr habe ich da einfach kein Bock drauf. Es ist mir irgendwie alles zu viel Gedöns.

Es ist aber nicht alles doof! Ich freue mich auf die weihnachtlichen Düfte, die wir ja eigentlich auch das ganze Jahr über haben können doch der Duft nach Zimt, Sternanis, Kardamom, Nelke, Zimtblüte, Muskat, Orangen und Anis wärmt in der kalten Jahreszeit. Auch werde ich in diesem Jahr ein paar Plätzchen backen. In den letzten Jahren backte ich keine, da ich sie meist alle alleine aß. In diesem Jahr werden es besondere Plätzchen. Ohne Zucker, Mehl und Butter. Ich probiere einfach etwas herum. Ich stehe ja auf diese kleinen Kugeln aus Dattenl und Feigen mit Kakaonibs, Orangenabrieb und jede Menge Gewürzen. Die Dinger sind wahre Kalorienbomben aber soooo wahnsinnig lecker!

Der Genuss steht in diesem Jahr an oberster Stelle! Nicht zu verwechseln mit maßloser Völlerei!!!
Wir nehmen alleine aus evolutionären Gründen zwei, drei Kilöchen im Winter zu. Dabei sollte es auch bleiben😉. Diese sind im Frühling auch ratz fatz wieder weg.

Wir feiern das Weihnachtsfest schon lange nicht mehr des christlichen Glaubens wegen. In meiner Kindheit war das noch ganz anders. Ich bin christlich erzogen und war als Messdienerin in der Kirche aktiv. Zu Weihnachten war das ein harte Job😉. Soooo viele Messen!! Auch kam bei uns das Christkind. Immer wenn wir in der Messe waren und mein Vater zu Hause blieb … hm warum nur😉.

Meine Eltern verstanden es, den Weihnachtszauber lange aufrechtzuerhalten. Meine Mutter backte mit uns Plätzchen und bastelte jede Menge Weihnachtsschmuck mit uns. Mein Vater überlegte sich für den Heiligen Abend immer etwas Besonderes. Wie zum Beispiel von Zauberhand erklingende Glöckchen, die im Wohnzimmer (welches seit dem Nachmittag für uns zu einem unzugänglichen und geheimnisvollen Ort wurde) läuteten. Das war für uns das Zeichen, dass das Christkind nun die Geschenke gebracht hatte. Dabei war es mein Vater, der von dem Küchenfenster aus eine Angelschnur ins Wohnzimmer spannte und die Glöckchen erklingen ließ. Oder Weihnachtsmusik ertönte plötzlich aus dem Wohnzimmer. Ach es war schon sehr schön! Auch gab es immer etwas Besonderes zum Essen. Meine Mutter stand gefühlt über die kompletten Feiertage in der Küche und kochte die leckersten Gerichte.

Im Laufe meines erwachsen Werdens, stellte ich den christlichen Glauben immer mehr infrage und beschloss, dass für meine Kinder der Weihnachtsmann kommt und wir Weihnachten aus einer Tradition heraus feiern und die Christen die Geburt Jesu feiern. Eher die Kurzform der Erklärung des eigentlichen Grundes, warum mir/uns Weihnachten nicht mehr so wichtig ist.

Ich stelle ja gerne mal das ein oder andere infrage und ich muss sagen, es lässt mich viele Dinge auch einfach mal aus einer ganz anderen Sichtweise betrachten. Ich kann es nur jedem empfehlen. Und nur weil man etwas infrage stellt, heißt es ja noch lange nicht, dass es schlecht ist und abgeschafft werden oder verändert werden muss.

Wer weiß wie ich 2019 ticke. Vielleicht krame ich die Weihnachtsdeko aus dem hintersten Kellereck wieder heraus!

Ich freue mich auf eine genussreiche, Aromen intensive und kalte Jahreszeit!

Autor: Sybille Schönberger

23. Oktober 2018

Ein Date mit dem Mann/Freund/eventuell Mann oder eventuell Freund (natürlich ist hier auch die weibliche Variante gemeint, doch da ich eine Frau bin …) steht an und wie stellt ihr euch den perfekten Abend vor? Ich vermute mal, dass in eurer Aufzählung noch vor dem Sex ein leckeres Abendessen und eine gute Flasche Wein kommt! Zurecht!

Bevor ich meine Kochlehre begann, hatte ich nicht wirklich mit dem Kochen viel am Hut. Um genau zu sein außer eine Woche Küchenpraktikum war da nichts mit Kochen! Ich fiel quasi ins kalte Kochwasser und schwamm und schwamm und bemerkte überhaupt nicht, wie sinnlich kochen und essen sein kann. Dafür war auch überhaupt keine Zeit! 10 – 16 Stunden am Tag kochen, da vergeht einem die Lust nach Sinnlichkeit und Erotik. 20 Rehrücken, 60 Seezungen und 30 kg Spargel küchenfertig parieren und schälen ist auch wirklich weit weg von jeglicher Erotik!

Doch gerade Spargel und ich hoffe nicht, dass es allein seiner Form zu schulden ist, steht ja für Erotik pur bzw. soll ja ein Aphrodisiakum sein. Eine kurze Erläuterung der Begrifflichkeit: Aphrodisiaka sind Substanzen oder Düfte, welche die Libido stimulieren sollen. Also Lust steigernde Lebensmittel! Die Liebesgöttin Aphrodite hat hier mit ihrem Namen herhalten müssen und die alten Griechen widmeten ihr Pflanzen und Kräuter, die sich positiv auf das Liebesleben auswirken sollen. Daher die Aphrodisiaka!

Ich meine aber gar nicht diese besonders stimulierenden Lebensmittel, sondern das Kochen an und für sich. Beim Kochen werden alle Sinne angesprochen und stimuliert. Natürlich nicht beim Aufreißen von Fertiggerichten die dann nur noch in der Mikrowelle (ich habe meine schon vor Jahren verbannt) aufgewärmt werden. Für mich ist ein schönes, scharfes Messer alleine schon mega  sexy😉!

Ich finde es großartig, wenn ich mich schon beim Einkaufen der Lebensmittel auf meine Sinne konzentriere. Das geht am besten, wenn ich ausschließlich für ein bestimmtes Gericht oder ein Menü einkaufe und nicht noch Duschgel, Küchenrolle und Klopapier die Stimmung versauen. Frisches, buntes und duftendes Gemüse und Obst. Glänzender Fisch und saftiges Fleisch, frische Kräuter und außergewöhnliche Gewürze lassen mich in einen wahren Kochrausch und leider auch in einen Kaufrausch verfallen.

Im Restaurant nahm ich die Bestellliste zur Hand und kreuzte völlig gefühllos an, welche Lebensmittel ich für den nächsten Tag benötigte, schob den Zettel durch das Faxgerät und am nächsten Morgen stand das Zeug vor der Küchentür. Schon alles in einer top Qualität aber eben ohne jegliche Romantik. Köche die jeden Tag früh am Morgen über den Markt schlendern, um ihre frischen Zutaten einzukaufen, gibt es hier im Rhein Main Gebiet nicht wirklich.
Nach diesem Sinnlichen Kaufrausch werden die frischen, bunten und duftenden Lebensmittel sanft und mit jeder erdenklichen Vorsicht nach Hause transportiert.

Zu Hause angekommen werden diese behutsam in der Küche arrangiert. Zu kühlende Lebensmittel kommen in den Kühlschrank um dort auf ihren großen Auftritt (der nicht allzu fern ist) zu warten. Wenn ich mich solch einem Kochrausch hingebe, muss die Küche in einem picobello Zustand sein und die Messer gewetzt!

Dann werden die liebevoll ausgesuchten Zutaten gewaschen und die Schnippellei geht los. Wenn ich arbeite bin ich wie in einem Tunnel hoch konzentriert und fokussiert. Nun koche ich aber zu Haus und bin nicht am "Arbeiten“! Ich koche für mich, zu Hause in meiner Küche. Ich nehme jeden Duft, jede Farbe und jede Konsistenz viel intensiver war. Das ist etwas ganz anderes! Das Kochen zu Hause hat mit dem Kochen in einer Restaurantküche so gar nichts Gemeinsames. Zu Hause kann ich mir Zeit lassen, ein Glas Wein beim Kochen trinken und mich unterhalten, ohne die Zeit im Nacken sitzen zu haben. Ob ich um 18 Uhr esse oder um 19 Uhr das ist doch nun wirklich schnuppe. Das Kochen hat dann auch nicht mit der Alltagsküche zu tun. Da muss es ja schon mal zügig gehen. So ein ich nenne es mal Kochabend, vielleicht auch zu zweit ist schon etwas Besonderes.

Schickt die Kinder zur Oma, geht zusammen einkaufen und kocht, was das Zeug hält! Vielleicht sogar nackt😉!

Sich zeit nehmen und mit allen Sinnen genießen ist hoch erotisch!Sexy

Probiert es aus!

Autor: Sybille Schönberger

18. Oktober 2018

Wenn ich über MEINE Ernährung spreche, treffe ich oft auf kopfschüttelndes Unverständnis. Und bekomme den Satz gedrückt: „Ach, alles in Maßen ist doch erlaubt und völlig ok!“

Aber wer legt denn das Maß fest? Man selbst? Is klar, da ist doch schummeln vorprogrammiert.

Jemand, der nicht auf sein Gewicht achten muss und auch alles in sich hineinstopfen kann ohne Blähungen oder Durchfall zu bekommen der sei gesegnet und wenn ich ein neidbehafteter Mensch wäre, könnte auch ich neidisch werden! Ich persönlich treffe solche Menschen doch sehr selten!

Eher begegne ich Menschen die mir von Blähbäuchen und Durchfallanfällen berichten und sehr unglücklich über ihre missliche Lage sind. Doch an ihrer Ernährung grundlegend etwas zu ändern kommt auch nicht infrage. Mal ein vorübergehender Verzicht des vermeintlichen Übeltäters ist da schon eher drin. Dann wird mal auf Milch und Milchprodukte, Gluten, Zitrusfrüchte oder auf Weizenmehl verzichtet.

Am allerschlimmsten finde ich jedoch wie Menschen, die an Adipositas leiden, mit Diäten verarscht werden, in denen sie alles essen dürfen nur eben in winzigen Portionen und mal etwas Süßes zur Belohnung.
Ich kenne niemanden, der mit solch einer Diät dauerhaft sein Gewicht halten konnte! Der Jojo Effekt lässt bei solch einem Quatsch nicht lange auf sich warten. Ist aber auch völlig logisch, da sich ja an der Art und Weise der Ernährung nichts geändert hat. Man verfällt wieder in sein ursprüngliches Essverhalten und zack sind die mühsam verlorenen Kilos innerhalb kürzester Zeit wieder drauf.

Hier spielt uns leider auch die Psyche einen Streich denn wir wissen ja jetzt, dass wir es durchaus schaffen mehrere Kilos abzunehmen und hauen ohne Reue wieder ordentlich rein.

Versteht mich nicht falsch, ich will auf gar keinen Fall missionieren! Auch ich bin, was den Genuss von gutem Essen angeht, immer zu haben. Doch sollte die Alltagsernährung vollwertig und gesund sein. Dann ist auch mal eine ausgelassene Schlemmerei drin!

Vollwertig und gesund … ja, da kann sie wieder gut reden (schreiben) die Schönberger … aber was ist vollwertig und gesund? Körner, Grünzeug und ab und zu mal ein Fitzelchen Fleisch?

Der Begriff Vollwerternährung ist tatsächlich etwas veraltet. Heute nennt sich diese Art der Ernährung: clean eating! Beides steht für ein frisches, natürliches und nachhaltiges Ernährungskonzept. Sebastian Kneipp, ein Vorreiter dieses Konzeptes sagte dazu: „Lasst das Natürliche so natürlich wie möglich. Die Zubereitung der Speisen soll einfach und ungekünstelt sein. Je näher sie dem Zustande kommen, in welchem sie von der Natur geboten werden, desto gesünder sind sie.“ Da hat der geschätzte Herr Kneipp (so finde ich) recht!

Vollwertig und gesund ist gar nicht so schwer! Frisches Obst und Gemüse im Idealfall unbehandelt, Fleisch mal nicht krossgebraten, Fisch, Natur Joghurt mit frischen Früchten oder auch ungesüßten TK Früchten, keine Fertigprodukte und eben naturbelassen😉. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt hier gute Tipps!

Ich habe für mich meine ideale Ernährung gefunden ohne Blähbauch und Co und das wünsche ich Dir auch!

Autor: Sybille Schönberger

16. Oktober 2018

Als ich vor 23 Jahren die Ausbildung zur Köchin begann, lernte ich den Umgang und die Verarbeitung sämtlicher Lebensmittel, die uns die Natur zu bieten hat. Frischen Fisch filetieren, Fleisch zerwirken, frisches Gemüse zubereiten, Suppen und Soßen ansetzen, Terrinen und Galantinen basteln, bardieren und spicken all diese Dinge und viel mehr lernte ich im Betrieb und in der Berufsschule.Koch

Die einzige Abteilung, die etwas auf der Strecke blieb war die Patisserie. Eine ein Mann Abteilung in meinem Lehrbetrieb. Leider☹. Wir verwendeten, für eine bunte Vielfalt an Mousse Aromen aus der Dose. Kuchen und Co kamen fix und fertig aus dem Tiefkühler. Für einen ein Mann Bereich eine wirkliche Arbeitserleichterung doch aus heutiger Sicht für jeden Kochlehrling ein Albtraum.

Koch ist immer noch ein Traumberuf doch sämtliche Statistiken belegen, dass er sich immer mehr zu einem Albtraum entwickelt. Die meisten Koch-Azubis (eine verschwindend geringe Anzahl) schließen ihre Ausbildung mit ausreichend ab. Wenn sie denn die Prüfung überhaupt schaffen.

Vor einigen Jahren diskutierte ich mit einer Dame aus dem IHK Prüfungsausschuss. Sie war der Meinung, man müsse die Anforderungen an die Kochlehrlinge herabsetzen denn die meisten Betriebe würden wenig frische Lebensmittel verwenden. Sie meinte: „Wer filetiert denn heute noch frischen Fisch in der Küche?“ Ich war natürlich anderer Meinung und wir gerieten lautstark aneinander.

Wenn ich erzähle, dass ich Köchin bin, sind die Menschen begeistert und erwähnen im selben Atemzug, dass sie ja auch gerne kochen. Ich finde das mega, dass sich doch immer mehr Menschen wieder hinter den Herd und an die Kochtöpfe trauen. Doch genau deshalb ist es so wichtig, dass der Beruf des Kochs anspruchsvoller wird! Jeder Mensch muss sich mit dem Thema Kochen und Nahrungsaufnahme beschäftigen und mittlerweile gibt es mehr richtig gute Hobbyköche als gute Köche. Wirklich traurig.

Ich bin überhaupt nicht verwundert darüber, dass die jungen Menschen den Beruf des Kochs nicht mehr ergreifen wollen. Warum auch? Um im Lehrbetrieb für kleines Geld und beschissenenArbeitszeiten Tüten aufzuschneiden? Dann sollte für diese Tätigkeit der Beruf des Lebensmittelerwärmers eingeführt werde. Denn mit kochen hat das nichts zu tun!!!

Das große Kotzen bekomme ich, wenn ich sehe wie ganze Gerichte in ihren einzelnen Komponenten, in Portionsbeuteln angeboten werden. Dabei werden Unmengen an Plastikmüll produziert.

Doch wer mit Begeisterung und Ehrgeiz diesen Beruf erlernt und ausübt, kommt zumindest mit den Arbeitszeiten klar. Ärzte schieben auch 24 Stundenschichten und tragen die Verantwortung für Menschenleben. Wir Köche dürfen auch nicht jeden Pilz im Wald sammeln, zubereiten und an unsere Gäste verkaufen. Ja, das ist jetzt etwas überspitzt doch gar nicht mal so weit weg.

Gute Köche können und müssen auch gutes Geld verdienen! Doch dafür müssen wir auch gute Köche ausbilden! Die Köche, die sich Meister und Ausbilder nennen, sind in der Pflicht den Nachwuchs auch meisterlich auszubilden. Wer das nicht bieten kann, darf nicht ausbilden.

Viele Betriebe schicken ihre Auszubildenden nur auf entsprechende Schulungen, um den Ausbildungsleitfaden einzuhalten. Übung macht den Meister, sage ich da nur! Eine einmalige Schulung nur damit der Azubi sagen kann, er habe schon mal einen Fisch filetiert ergibt für mich überhaupt keinen Sinn.

Für mich verliert dieser wunderbare Beruf immer mehr an Wertigkeit.

Wir müssen diesem Beruf seine Wertigkeit wieder zurückgeben!! Ihn wieder zu einem Traumberuf werden lassen! Dann können uns auch Hobbyköche nicht mehr das Wasser reichen😉.

Autor: Sybille Schönberger

02. Oktober 2018

Die Tage werden kürzer und das Thermometer zeigt nachts kaum noch Temperaturen über 6 °C an.
Die dunkle und kalte Jahreszeit steht uns bevor. Ich freue mich ja schon ein wenig auf kuschelige Nachmittage vor meinem Kamin mit Tee und Gebäck. Doch merke ich gleich, wenn ich mal länger als ne Stunde kalte Füße habe, ein leichtes Kratzen im Hals. Ich laufe doch so gerne barfuß und weigere mich leider recht lange festes Schuhwerk zu tragen. Aber kalte Füße gehen leider gar nicht.

Viele rennen jetzt den Apotheken und Drogerien die Türen ein und decken sich mit reichlich Pillen und Pülverchen ein, die das Immunsystem und somit das körpereigene Abwehrsystem stärken sollen.
Nahrungsergänzungsmittel … die einen schwören drauf und kommen ohne sie nicht mehr aus und die anderen halten sie für Geldmacherei. Ich liege mit meiner Meinung irgendwo dazwischen.

Der Biochemiker Casimir Funk kurbelte durch seine Entdeckung und den Zusammenhang von Körper und Vitaminen im Jahre 1912 das Geschäft mit den Nahrungsergänzungsmitteln an.
Damals war aber auch für jeden Skorbut (Vitamin C Mangel) noch ein Begriff. Auch Beriberi ein Vitamin B1 Thiamin-Mangel war bekannt.
Ich persönlich kenne keinen der an Skorbut oder Beriberi leidet und trotzdem V C und V B1 zu sich nimmt😉.
Rund 1 Milliarde Menschen weltweit nehmen Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Eine unglaubliche Industrie! Quasi eine Geld-Druckmaschine! Wie oft las ich schon: Nehmen sie dies und das und sie sehen 20 Jahre jünger aus und fühlen sich fit wie ein Turnschuh!

Ich gebe zu, auch ich habe ein paar dieser Pillen im Haus. Magnesium gegen Muskelkrämpfe (soll auch während der Periode gegen Bauchkrämpfe helfen), Calcium und Selen. Nun gut, irgendwie habe ich wohl auch etwas zu den 100 Milliarden Dollar Umsatz weltweit beigetragen. So wie die meisten von uns.
Das irrwitzige an diesen Nahrungsergänzungsmitteln ist ja, das wir sie uns in den allermeisten Fällen selbst verordnen.

Wenn ich mal wieder meine etwas von dem Zeug zu brauchen, schmeiße ich gut und gerne morgens 5 Pillen ein. Klein und rund, rosa und oval, … von allem etwas. Gar nicht mal so ungefährlich diese selbst verordneten Mittelchen. Schnell und erstmal unbemerkt stellt sich eine Hypervitaminose ein. Eine Überdosis an Vitaminen. Besonders bei der Einnahme von fettlöslichen Vitaminen (A D E K) vor allem bei Vitamin A und D. Ein Überschuss an wasserlöslichen Vitaminen wird über die Nieren aus dem Körper gespült.
Eine ernährungsbedingte Hypervitaminose kann nur durch die Aufnahme von Vitamin A passieren. Dann müsste man aber auch ne Menge Leber essen.

Ich verteufle auf gar keinen Fall Vitaminpräparate wie z.B. Folsäure (ein Vitamin B.) Folsäure ist notwendig für die Zellteilung und kann bei rechtzeitiger Einnahme Missbildungen während der Schwangerschaft bei einem heranwachsenden Kinde verhindern.
Auch halte ich eine Vitamin D Verabreichung im ersten Lebensjahr bei Kleinkindern für sinnvoll. Bei einem Vitamin D Mangel droht den Kleinen eine Rachitis (Knochenerweichung). Diese kann durch die Einnahme von Vitamin D verhindert werden.
Da ich immer wieder mal von Kindern höre, die sich sehr einseitig ernähren, erwähne ich noch den Vitamin A Mangel. Er kommt zwar in Industrieländern so gut wie gar nicht vor doch kann es nicht schaden, zu wissen das eben ein Vitamin A Mangel Blindheit zu Folge haben kann.
Ein Vitaminmangel und eine eventuell nötige Einnahme von Vitaminpräparaten kann durch einen Besuch bei einem Arzt festgestellt werden.

Mit einer ausgewogenen Ernährung ist ein Mangel fast ausgeschlossen. Vielleicht brauchen wir auch ab und an dieses Gefühl unserem Körper etwas Gutes tun zu müssen, um uns besser und noch gesünder zu fühlen. Doch dann könnten wir das Geld, welches wir für Nahrungsergänzungsmittel ausgeben gleich im Klo runter spülen. Da wäre der Weg kürzer, als über die Nieren wieder ausgespült werden zu müssen😉.

Autor: Sybille Schönberger

27. September 2018

Im Moment bietet uns der Herbst ein reichhaltiges Buffet an buntem Gemüse, Nüssen, Obst und allerhand mehr. Doch Kaffee, Reis, Bananen und Zitrusfrüchte (nur um die gängigsten zu erwähnen) wachsen trotz des Klimawandels immer noch nicht in unseren Gefilden. Das ist uns durchaus bewusst doch ist es für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden, für Kaffee und co wobei der Kaffee im Vergleich noch das teuerste Produkt ist, für dies Lebensmitten nur nen Appel und nen Ei zu bezahlen.

Ein Kilogramm Milchreis ist schon für knapp einen Euro zu bekommen. Da frag‘ ich mich, was für den Reisbauer noch bei rumkommt? Ich stelle mir vor, wie der Bauer durch das mit Wasser geflutete Feld stapft und jedes Büschel Reis mit der Hand aus dem Wasser zieht. Übrigens, steht der Reis nur im Wasser damit sich keine Unkräuter und andere Schädlinge breit machen. Da müssen unzählige Stechmücken herumschwirren. Stellt euch mal vor, ihr steht da im Wasser und erntet den Reis! Es gibt auch maschinell angebauten Reis zum Beispiel aus Italien. Da kostet das Kilo schon mal um die 12 Euro.

An einem Halm können 80 bis 100 Reiskörner ausgebildet werden. Also ich verdrücke bestimmt locker mal 16000 Reiskörner pro Portion! Wie kann da der Preis von einem Euro für ein Kilogramm Reis gerechtfertigt sein. Klar wollen wir es alle so preiswert wie möglich und viele müssen leider aufs Geld sehr achten. Auch ich weiß wie das Gefühl ist, sich nichts mehr kaufen zu können. Als Kochlehrling verdient man nicht wirklich genug Geld, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Da gab es schon Zeiten, in denen mir meine Schwester das ein oder andere Mal ein Carepaket packte. Kein schönes Gefühl. Leider ein anhaltender Missstand in der Gastronomie.

Vielleicht war es aber genau diese Situation, die mir bewusst machte, wie wichtig eine faire Entlohnung für geleistete Arbeit ist! Es ist aber nicht nur das Geld, sondern auch die Umstände bzw. die Arbeitsbedingungen, die wichtig sind. Hier klingen die Worte meiner Mutter in meinen Ohren, die immer sagte: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das tut auch keinem anderen gut.“

Uns erreichen die Bilder von Bananenpflückern, die in einem Pestizid-Regen Bananenstauden ernten oder Statistiken über die stetig steigende Krebsrate in den Anbaugebieten nicht und wenn, nur nebenbei in einem Nachtmagazin.

Auch die Kaffeeernte / Teeernte ist müßig und bedarf einer Menge Geduld. Vom Pflücken der Kaffee-Beeren oder dem Zupfen der jungen Triebe für den Tee, über das Trocknen und fermentieren, das Aussortieren und verpacken bis zum Verkauf, fließt viel Schweiß und es braucht Zeit.

Es bedarf einer riesigen Menge um den Markt zu sättigen.
Hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Durch Billiglöhner und reichlich Anbaufläche gibt es genug Kaffee, Tee, Reis und co die mit geringen Kosten produziert werden können. Somit kann das Produkt sehr günstig verkauft werden. Doch ist das fair?

Es ist ja nicht so, dass alle wegschauen und die “is mir doch egal“ Linie fahren. Fairtrade ist z. B. eine dieser Bewegungen die sich für einen fairen Handel einsetzen. Diese fair gehandelten Produkte sind meist etwas teurer, doch ich bezahle diesen höheren Preis (solange ich es kann) gerne. Denn ich weiß, welche Arbeit hinter dem Produkt steht.

Einfach mal drüber nachdenken! Danke!

Autor: Sybille Schönberger

25. September 2018

Es ist Samstagmorgen und der Wocheneinkauf steht an. Schnell noch überlegen was denn überhaupt gebraucht wird und einen Einkaufszettel schreiben. Ein paar begeben sich schon recht zeitig auf den Weg, um den rollenden Massen zu entgehen. Doch eigentlich gibt es an einem Samstag doch gar kein Entkommen.

Der Samstag ist der Tag der Woche an dem die meisten überhaupt erst die Zeit finden ihren Einkauf an Lebensmitteln für die Woche zu erledigen. Unter der Woche ruft die Arbeit. Kinderlose gehen meist von 8 bis 17 Uhr arbeiten und wollen sich dann nicht mehr um den Einkauf kümmern. Und mit kleinen Kindern nach der Kita oder am Nachmittag einzukaufen kann eine ganz schöne Qual sein😉. Als meine Jungs noch klein waren und ich sie zum Einkaufen mitnehmen musste, landete so einiges im Einkaufswagen was da gar nicht reingehörte. Dann wollten die Kinder im Wagen sitzen oder mit einem Autoeinkaufswagen durch den Markt geschoben werden. Bei zwei Jungs ist das echt anstrengend. Wenn dann noch ein Streit zwischen den Jungs aufkam, war mir die Aufmerksamkeit aller sich im Laden befindenden Menschen sicher. Also auch keine optimale Lösung.

Eigentlich gehe ich gerne Lebensmittel einkaufen und könnte damit Stunden verbringen. Am liebsten auf einem „echten“ Markt. Nicht auf solch einem, auf dem Großmarktware verkauft wird, sondern auf dem regionale Händler / Bauern ihre Waren verkaufen. An jedem Marktstand gibt es etwas zum Probieren und es duftet herrlich nach frischem Gemüse, Kräutern, frischem Fisch, Räucherwaren und und und. Klingt irgendwie romantisch. Ist es auch😉.

All dies ist uns in einem Supermarkt leider vergönnt. Denn die Lebensmittel sind in Plastik verpackt oder duften erst gar nicht. Praktisch ist der Einkauf im Supermarkt dennoch. Alles an einem Ort und wir müssen nicht noch in der Gegend herumgurken. So ist der Wocheneinkauf schnell erledigt.
Die Einkaufswagen werden vollgepackt und dann nix wie nach Hause und das Wochenende einläuten. Nun ist erstmal Ruhe bis zum nächsten Samstag. Ich musste zum Glück und das ist ein Vorteil des Schichtdienstes, nie an einem Samstag mit den Massen meinen Wocheneinkauf erledigen. Am wenigsten ist an einem Dienstag oder Donnerstagvormittag los. Auch in meiner Kindheit mussten wir nicht samstags einkaufen gehen, da meine Mutter als Krankenschwester auch im Schichtdienst war.

Die Schränke sind voll und was kochen wir nun damit?

Die Frage kommt leider oft erst nach dem Einkauf. Mir ging es oft so, dass ich mich hab verführen lassen und mich dem Spontankauf völlig hingab. Mit dem Resultat, dass ich viel zu viel einkaufte und leider zum Ende der Woche vieles im Müll landete. Ein radikaler Schnitt musste her. Der schon traditionelle Wocheneinkauf wurde völlig umgekrempelt. Ich überlegte mir im Voraus, was ich denn kochen möchte und brachte etwas (auch wenn nur für eine kurze Zeit) Struktur in meine Kocherei zu Hause. Die Reihenfolge der Gerichte wurde nach der Lagerfähigkeit des Gemüses festgelegt. Frischer Spinat war vor den Karotten dran und Nektarinen vor den Äpfeln.

Das war super! Wir schmissen so gut wie keine Lebensmittel mehr weg. Doch lang hielt das nicht an. Ich koche am liebsten spontan und nach den Gelüsten der Familie. Das ist mit einem festen Plan schwierig. Da kommt mir meine Selbständigkeit zu Gute. Sie ermöglicht mir auch mal zwischendurch einkaufen zu gehen.

Nu ist aber nicht jeder selbständig und kann flexibel einkaufen gehen. Hier bietet sich ein strukturierter Wochenplan an. Besprecht im Vorfeld gemeinsam, wer was essen möchte. Geht gemeinsam die Vorratsschränke durch und überlegt euch genau was ihr benötigt. Habt die Haltbarkeit der Lebensmittel beim Aufstellen des Plans im Auge. Wurzel und Knollengemüse hält sich länger als Blattgemüse. Eine tiefgefrorene, naturbelassene, bunte Gemüsemischung ist manchmal eine echte Zeitersparnis und aufgepeppt mit frischen Kräutern sehr lecker. Frischer Fisch hält sich nur ein, max. zwei Tage je nachdem wie lange der Weg aus dem Wasser in die Frischetheke dauerte. Fleisch hält sich wesentlich länger. Verlasst euch hier auf eure Sinne. Alles was stinkt, ist um! Ausgenommen reifer Käse😉. Tiefkühlfischfilets schmecken oft verwässert, muffig und weit weg vom eigentlichen Geschmack, wenn der Fisch frisch aus dem Meer, gegrillt auf den Teller springt.

Solch ein Plan ist die ersten Male etwas müßig, doch laut den Experten soll alles was wir 21 mal wiederholt haben in unseren Gehirnen gefestigt sein und lässt uns bei der Sache bleiben😉.

Aber mal im Ernst, ein strukturierter Plan lässt uns ne Menge Geld sparen, da die Spontankäufe fast verschwinden. Es sei denn, ihr geht mit leerem Magen einkaufen. Gar keine gute Idee!! Er nimmt die tägliche Frage nach dem: „Was sollen wir heute essen?“ Und nimmt uns etwas Stress. Hier gibt es im Netz auch Hilfe.

Apropos sparen. Aus einem ganzen Hähnchen könnt ihr mind. drei Gerichte Kochen. Aus dem Gerippe / Karkasse einen Fond und daraus eine Suppe. Aus den Brüsten kleine Schnitzelchen mit einer leckeren Nuss Panade, ein Geschnetzeltes oder einfach naturbelassen mit Kräutern. Die Keulen könnt ihr für ein Frikassee oder ein Rillette mit Reis oder einem leckeren Kartoffelpüree und Salat verwenden. Wenn ihr das in euren Plan mitaufnehmt werdet ihr zu Sparfüchsen!

Verwertet Reste! Wie zum Beispiel werden aus Kartoffeln vom Vortag Rösti, Salat, Auflauf oder Suppe! Lasst eurer Phantasie freien Lauf.

So gerüstet wird der Wocheneinkauf zu einem Kinderspiel!

Autor: Sybille Schönberger

18. September 2018

Ich meine ja, dass es mittlerweile bei jedem angekommen sein müsste, wie wichtig die Ernährung unserer Kinder ist! Doch da bin ich im Irrglauben! Bei weitem ist das noch nicht bei jedem angekommen. Schauen Eltern und Industrie einfach weg? Was ist, mit der Verantwortung die Eltern übernehmen so bald so ein Würmchen für einen positiven Schwangerschaftstest sorgt?
Hier in Hessen hat Anfang August die Schule wieder begonnen und für den jüngsten Spross der Familie stand ein Schulwechsel an. Alle Eltern und Kinder finden sich an der Schule ein und es wird ein wunderbarer Empfang bereitet und die älteren Schüler der Schule sorgen für ein (manchmal sehr schräges) Show Programm.

Die beste Gelegenheit für mich als Köchin, Ernährungsfreak und angehende Ernährungsberaterin mal ein besonderes Auge auf die Kinder zu werfen. Das ist dieses Ding, wie zum Beispiel als der Wunsch in mir wuchs schwanger zu werden, sah ich plötzlich nur noch schwangere Frauen oder Frauen mit Babys. Ich glaube ihr wisst was ich meine. Als ich mir nun so die Kinder betrachtete fiel mir auf und das bestimmt nicht nur mir, dass viele Kinder um genau zu sein die meisten Kinder ein Gewichtsproblem haben. Überwiegend sind die Kinder schlichtweg zu dick! Es gibt aber auch Kinder, die erschreckend dünn sind. Oft ist es bei den zu dünnen Kindern krankhaft bedingt doch bei den zu dicken Kindern werden Krankheiten durch das Übergewicht verursacht. Diabetes, Gelenkerkrankungen und Herzleiden. Die zu dicken Kinder sind dazu kurzatmig und schwitzen übermäßig.

Ich bin knallhart und ziehe die Eltern dieser Kinder in ihre Verantwortung! Schaut ihr einfach weg? Wann habt ihr die Kontrolle verloren? Resignation? Das macht mich wütend!! Denn die Kinder sind an ihrer Misere nur selten bis gar nicht schuld!

Es ist wie bei uns Erwachsenen auch: Wir wachen morgens nicht auf und sind plötzlich wie aus heiterem Himmel fett (ja genau FETT)! Das ist nicht so, wie in manchen Filmen, die aus der Phantasie von sehr kreativen Regisseuren entsprungen sind! Dick werden ist ein langsamer und schleichender Prozess, doch durchaus optisch wahrnehmbar! Zuerst ist es der ach so niedliche Babyspeck: „Ach, das Kleine hat doch nur noch etwas Babyspeck!“ Euer Ernst? Dann ist es die wenige Bewegung und wer ist schuld? Natürlich die gemeinen elektronischen Geräte wie die Handys und diverse Spielekonsolen. Nein!! Die Eltern der Kinder haben Schuld.

Da hier zwar die Frage der Schuld eindeutig ist, ist eine Schuldzuweisung nicht die Lösung des Problems.

Die Kinder sind in einem Hamsterrad gefangen und die Opfer ihrer Eltern. Die Kinder merken, dass sie zu dick sind. Spätestens, wenn andere Kinder anfangen sie zu hänseln oder gar zu mobben. Ein schrecklicher Leidensweg nimmt seinen Lauf. Wir Eltern müssen genau hinschauen und erkennen, dass ein akuter Handlungsbedarf besteht und wenn wir das alleine nicht schaffen, sind wir verpflichtet uns Hilfe zu suchen. Wegschauen und das Problem klein halten ist keine Lösung!

Wer jetzt meint, das sei ja nur ein Problem der „Unterschicht“ also der weniger gebildeten liegt sowas von falsch! Es betrifft alle! Das nur mal so nebenbei erwähnt.

OK, genug geschimpft jetzt geht’s an die Bekämpfung!!

Ich bin kein großer Freund von Diätprodukten. Diese schüren nur noch mehr das Verlangen nach Fett und Zucker. Außerdem verursacht bei mir allein schon der Begriff Diät, dass mir förmlich das Wasser im Mund zusammenläuft und ich den Kühlschrank samt der Süßigkeiten - Kiste plündern könnte. Also streiche ich das Wort DIÄT aus meinem Wortschatz.

Der erste Weg sollte sowieso zum Arzt führen. Ein Gesundheits-Check-up kann nicht schaden und könnte ja auch zur Ursachenfindung beitragen. Es liegt zwar selten ein medizinisches Problem ob physischer oder psychischer Natur zugrunde, doch auszuschließen ist es nicht. Dann sind die Essgewohnheiten zu Hause dran. Gesüßte Getränke egal welches, ob Apfelsaft oder Fanta fliegen raus. Wasser ist das Getränk der Wahl. Fertigprodukte gehören verbannt. Vorgefertigte Produkte wie naturbelassenes/ungewürztes Tiefkühlgemüse ist durchaus OK. Zucker und Fett in kleinsten Mengen verwenden. Und genau jetzt wird es schwierig und eigentlich bedarf es einer genauen Mengenangabe hierfür. Denn jeder hat eine andere Auffassung, was nun kleine Mengen sind. Genau wie ab und zu mal. Doch auch hier gibt es Tabellen und Richtwerte für den Tagesbedarf. Krankenkassen und auch das Institut für Ernährung informieren darüber. Auch gibt es Ernährungsberater, die sich auf Kinder spezialisiert haben.

Eins ist jedoch völlig sinnlos: Wenn das Kind als einziger in der Familie seine Ernährung umstellen muss. Mitgehangen, mitgefangen! Der Spaß und die Neugier an frischen, bunten, duftenden und schmackigen Zutaten muss geweckt werden!

Es ist eine Mammutaufgabe und gehört definitiv nicht zu den leichtesten, aber wir als Eltern haben die Pflicht unseren Kindern zu helfen und je früher wir die Notbremse ziehen und erkennen, dass es so nicht weiter gehen kann, umso leichter wird es!

Seid mutig und helft euren Kindern! Gesteht euch ein, dass ihr Hilfe braucht und nehmt sie an.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr schwer ist sich einzugestehen, dass man als Elternteil was die Ernährung angeht versagt hat. Doch ist die Ernährung nur ein kleiner, wenn auch sehr wichtiger Teil unserer Aufgaben als Eltern. Zeigt euren Kindern, dass ihr mit ihnen gemeinsam das Problem angeht und für sie da seid und gebt ihnen das Gefühl, diese Mammutaufgabe nicht alleine meistern zu müssen.

Autor: Sybille Schönberger

13. September 2018

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